Bild von Elena
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Elena Böhmer
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Compagnie Lichtsplitter

Compagnie Lichtsplitter
Die junge Compagnie Lichtsplitter wurde im Herbst 2011 von Elena Schmidt-Arras gegründet und ist eine Gruppe junger, sehr individueller, für Theater be­geisterter und talen­tierter Menschen, die sich „Theater­machen ohne Ober­fläch­lich­keit“ zum Vor­satz gemacht hat.


Yvonne, die Burgunderprinzessin
von Witold Gombrovicz

Compagnie Lichtsplitter

Der Prinz hat sich mit Yvonne verlobt. „Kann einem Hässlichkeit den Kopf verdrehen?“, fragt Cyrill fassungslos den Kammerherrn. Denn Yvonne ist nicht schön. Yvonne schweigt. Sie kommt an den Hof und tut: Nichts. Durch ihre Art wirft sie jeden schmerzhaft auf sich selbst zurück. Das ist nicht auszuhalten. Für keinen. Anfänglich ausgelacht und verspottet, wird Yvonne ausgegrenzt, zur „Sündenziege“ erkoren und schließlich zum Opfer. Auch der Prinz, zunächst angezogen von Yvonnes Andersartigkeit, scheitert durch den Druck des Hofes; ein krankhafter Druck aus Blendung und vertuschender Etikette. Yvonne bringt das auf den Punkt. Denn Yvonne ist beunruhigend fehlerhaft – so wie jeder Mensch. Eine skurrile, haarsträubende und tragisch komische Geschichte.

Die Compagnie Lichtsplitter erzählt sie dicht, spannend und findet in ihrer kompositorischen Bildsprache eine atmosphärische Interpretation des Stoffes.

Regie: Elena Schmidt-Arras

Musik: Elena Schmidt-Arras, Andres Böhmer

Licht: Céline Karow, Sebastian Dammann

Darsteller: Ricarda Bigale, Daniel Klauke, Leandra Bigale, Melina Bigale, Falk Blunck, Joanna Mensah, Danny Kusch, Marika Hellmund

Compagnie Lichtsplitter

(Fotos: © Dirk Schmidt-Arras)

Gefördert durch die:


Wie ein Entsetzen, das Schweigen.

Am 6. Oktober 2012 brachte die Compagnie ihr erstes Stück auf die Bühne: Im Sechs­eck­bau des Studenten­werks Kiel hatte „Wie ein Ent­setzen, das Schweigen.“ nach der Novelle „Die Regen­trude“ von Theodor Storm Premiere.

Compagnie Lichtsplitter
Verdorrt und öde liegt das Land. Versengt, verbrannt, dem Tode geweiht unter einer glühenden Sonne: Der Feuermann hat es in der Hand. Und die Bewohner des Dorfes versinken in matter Resignation oder – wie die reiche Wiesenbäuerin – in starrem Eigennutz und schlagen Profit aus der misslichen Lage. Nur eine junge Frau bringt den Mut und die Kraft auf, die Situation zu ändern: Sie macht sich auf den Weg, die Regentrude zu wecken.

Inspiriert von der Novelle „Die Regentrude“ von Theodor Storm, begaben sich in einem einjährigen Projekt 10 junge Theatertalentierte auf die Suche nach den Folgen der zerstörerischen Trägheit im Menschen und interpretierten das Werk auf ihre ureigene Weise. Ein sparsames Bühnenbild, die Phantasie der Darsteller und die atmosphärische Musik von Andres Böhmer gaben Raum für das Entstehen ausdrucksstarker, unwirklicher Bilder in denen die Geschichte zum Leben erwachte. Eine Geschichte von einer Welt und einer Katastrophe, die der unseren nicht allzu fern zu sein scheint …